Yogaphilosophie

Die Geschichte und Philosophie des Yoga

Yoga hat eine sehr lange Geschichte. Wer Yoga übt, merkt schon bald, dass da noch mehr dahinter steckt muss als nur die Bewegung des Körpers. Nicht umsonst ist Yoga so beliebt und hat sich so weit verbreitet. Yoga ist nicht einfach nur Gymnastik. Der Körperübungen haben ein anderes Ziel. Das ist nach der Stunde zu spüren. Man fühlt sich ausgeglichen und entspannt.

Doch was ist das Ziel des Yoga

Hatha Yoga (Sanskrit, m., हठ योग, haṭha yoga, von hatha „Kraft, Hartnäckigkeit, Unterdrückung“) ist eine Form des Yoga, bei der das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist vor allem durch körperliche Übungen (Asanas), durch Atemübungen (Pranayama) und Meditation angestrebt wird. Der Hatha-Yoga entstand zu Beginn des 2. Jahrtausend v. Chr. innerhalb des shivaistischen Tantrismus. Ein wichtiger späterer Vertreter ist Goraksha – ein Schüler von Matsyendra –, der ebenfalls dem shivaistischen Tantrismus verbunden war. Svatmarama gilt als Verfasser des Hathapradipika einer Schrift aus dem 14. Jahrhundert. Sie leitet die Blütezeit des Hatha-Yogas im 14. und 15. Jahrhundert ein. 

Die Geschichte lehrt uns, dass Yoga ursprünglich eine Philosophie war. Es war keine Körperertüchtigung, wie wir es heute vermuten würden, sondern eher eine Geisteswissenschaft.  Die Yoga Sutras des Patanjali kennzeichnen das klassische Yoga. Die Bhagavad Gita ist die Vorreiterin des Vedanta, das im frühen Mittelalter zur Blüte kommt. Im späten Mittelalter entsteht das Hatha Yoga, das sich bis heute fortgesetzt hat.

Diese Philosophien sind inhaltlich unterschiedlich in ihren Details, aber oft haben sie gemeinsam, dass sie in Ihrer Struktur ein Ziel vorgeben. Häufig wird als Ziel “Moksha”  aufgeführt, was man als “Befreiung” übersetzen kann. Meistens wird auch ein Pfad beschrieben, auf dem man dieses Ziel erreichen kann. Wichtig sind auch die Bedingungen, die gegeben sein müssen, damit man diesen Pfad erfolgreich gehen kann. Dies sind meistens ähnlich beschriebene ethische Rahmenbedingungen, die einzuhalten sind.

Nur wer diese Yogaphilosophien studiert, kann den tieferen Sinn des Yoga verstehen. So erhält die Praxis mehr Fundament. Wer ohne dieses philosophische Fundament praktiziert, übt auf dünnem Eis! Daher ist auch nicht verwunderlich, dass in diesen stürmischen Zeiten mit Corona Krise, Ukraine Krieg, Energiekrise etc. Yoga bei vielen Praktizierenden aus der Spur gerät oder gar eingestellt wird, weil in einer oberflächlichen Art der Yogapraxis das zentrale “Betriebssystem der Yogaphilosophie” faktisch nicht vorhanden ist.

Aber auch ohne die Verfolgung eines Pfades geben die alten Schriften aktuelle Antworten auf die wesentlichen Fragen des Lebens. Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Was ist der Sinn des Lebens? Nach welcher Moral soll ich leben? Daher ist Yoga-Philosophie ein wichtiger Bestandteil im Yoga-Unterricht.

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