Mein Yogaweg

„Der Weg des Yoga ist einzigartig. Yoga ist einzig und alleine eine Erfahrung, und die muss man erleben, um sie zu kennen.”

Patanjali

Mein Yogaweg hat sich zufällig in meinem Leben eingefunden. Er hat sich in mehreren Stufen entwickelt. Gerne teile ich diese hier mit Dir!

Mitte vierzig habe ich meine (psychologische) Coachingausbildung abgeschlossen. In dieser Zeit habe ich mich intensiv mit Stressmessungen beschäftigt. Ich habe mir ein EKG Messgerät gekauft und Messreihen über meine Stressbelastungen angelegt. Die Ergebnisse zeigten, dass ich chronisch stressbelastet war.

Das Problem war, dass ich diese Belastung nicht mehr spüren konnte. Meine konsequente Karriereausrichtung hatte dazu geführt, dass ich höchst effizient funktionierte und beruflich erfolgreich war. Die Wahrnehmungsfähigkeit der Belastung war in meinen Konditionierungen verloren gegangen! Als erste gesundheitliche Probleme auftraten, habe ich angefangen, alle verfügbaren Stressmanagementmethoden zu probieren. Leider halfen diese nicht sonderlich gut. Ich konnte mich zur damaligen Zeit nicht darauf einlassen.

Das Einzige, was funktionierte, waren Shiatsu-Therapie-Stunden. Dabei war ich nach 45 Minuten tiefenentspannt. Diese reichten nicht aus, um mein Leben in gesündere Bahnen zu lenken.

Aus Neugier habe ich in einem Fitnessstudio eine Schnupperstunde Yoga probiert. Ich fand das „Yogazeug“ anfangs schräg.  Aber am Ende der Stunden war da sanft und klar dieses „Wilma-Entspannungs-Gefühl“ (Name meiner Shiatsu-Therapeutin). 

mehr Infos über Stressbelastungsmessungen: WWW.BIOSIGN.DE

 

„Ist das Licht des Yoga einmal angezündet, verlischt es nicht mehr. Je intensiver Sie üben, desto heller wird die Flamme leuchten.”

B.K.S. Iyengar

 
„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.”
 
Franz Kafka
  
Zum Jahreswechsel 2012 habe ich mir in die Zielvereinbarung geschrieben, zweimal pro Woche Yoga zu üben. An einem Samstag im Januar bin ich nach Aachen zu meiner „zweiten“ Yogastunde gefahren. Die Yogaschule hatte vergessen, den Stundenplan im Netz zu aktualisieren. Unverhofft war ich in einer Yogalehrerausbildungsgruppe gelandet. Sie haben mich mitpraktizieren lassen. Am Ende der Stunde war da wieder dieses „Wilma-Entspannungs-Gefühl”  …
 
In der Woche danach habe ich mit dem Leiter der Yogaschule (Dr. Kurt Becker) telefoniert. Von jetzt auf gleich war ich „Yogalehrer in Ausbildung“. Seitdem bin ich vom Yogavirus infiziert und auf meinem Yogaweg. 

Schon während dieser zweijährigen Lehrerausbildung habe ich gemerkt, dass mein Rücken eine besonders sorgfältig ausgeführte Ausrichtung in der Übungspraxis benötigt. Daher habe ich kurz nach Abschluss der Lehrerprüfung im Shivananda Yoga mehrere Fortbildungen im Anusara Yoga absolviert.

„Das Glück liegt in uns, nicht in den Dingen.”Buddha. 

Ende vierzig hatte ich relativ kurz hintereinander zwei schwerwiegendere Verletzungen. Eine im Rücken und eine im Knie. Die Orthopäden, die ich bemüht hatte, waren mit Ihren Empfehlungen immer ähnlich gleichlautend unterwegs: „Hören Sie mit Yoga auf! Wir operieren das. Wenn alles klappt, bereiten sie sich schonend und mit Hilfsmitteln (Einlagen, Stützhilfen etc.) auf Ihr Altwerden vor.“

Für mich kam ein Aufhören mit Yoga nicht infrage. So bin ich mit fast chronischen Schmerzen zu einem Yogatherapieseminar zu Dr. Günter Niessen (Orthopäde aus Berlin) und Dr. Ganesh Mohan (Yogatherapielehrer aus Indien) gereist. Ich suchte nach einer Lösung für mein Problem. Die beiden haben mir Übungen gezeigt, mit denen ich meinen Körper ohne OPs heilen und weiter Yoga praktizieren konnte. Ich war von dieser Arbeit so angetan, dass ich mich entschlossen habe, das Svastha Yoga Ausbildungsprogramm zu durchlaufen. Später habe ich weitere Fortbildungen bei Doug Keller, David Keil u. a. besucht.

 mehr Infos: 

WWW.YOGAUNDORTHOPAEDIE.DE/

 
HTTPS://WWW.SVASTHA.NET/
 
 
 .“Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die die Welt.” 
 
Buddha
 
 
Den dritten Entwicklungsschritt schrieb mein Leben Anfang fünfzig. In meinem Lebensumfeld ereigneten sich ein paar einschneidende Lebensereignisse (Tod und Sterben, Scheidungen, Firmenpleiten etc.). Diese haben mich sehr berührt. 

Auch hier habe ich im Yoga nach Anknüpfungspunkten gesucht. Dr. Ganesh Mohan, einer meiner Yogatherapielehrer, hat mir empfohlen, mich intensiver mit Yogaphilosophie zu beschäftigen und zu meditieren
 
Bis dahin hatte ich noch keine Meditationspraxis finden können, die für mich funktioniert. Meine Yogapraxis bestand damals aus Üben auf der Matte, Pranayama und Entspannung im Studio. Über mein Mind & Life Engagement kam ich in Kontakt mit buddhistischen Mönchen. Diese haben mir gezeigt, wie regelmäßige Meditation dazu beitragen kann, ein zufriedenes Leben zu führen. 
 
Seitdem ist die regelmäßige Meditation ein fester Bestandteil meiner Yogapraxis. Die buddhistische Herangehensweise entspricht auch dem Ansatz, wie ich Meditation in meinen Yogastunden unterrichte

In meiner Freizeit studiere ich Buddhismus am Tibethaus in Hamburg. Während ich diese Zeilen schreibe, bin ich zwischenzeitlich 56 Jahre alt und praktiziere weiter glücklich Yoga.

mehr Infos: 

WWW.MINDANDLIFE.ORG 

WWW.TIBET.DE 

„Das Glück liegt in uns, nicht in den Dingen.”

Buddha